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Die technische Analyse ist eine Methode, Kursbewegungen und zukünftige Markttrends zu prognostizieren, indem man Charts vergangener Marktbewegungen betrachtet. Die technische Analyse befasst sich damit, was tatsächlich am Markt passiert ist, und nicht damit, was passieren sollte. Sie berücksichtigt den Kurs von Instrumenten und das Volumen des Handels und erstellt anhand dieser Daten Charts, die als hauptsächliches Werkzeug verwendet werden. Ein wichtiger Vorteil der technischen Analyse besteht darin, dass erfahrene Analysten viele Märkte und Marktinstrumente gleichzeitig verfolgen können.
Die technische Analyse fußt auf drei wesentlichen Prinzipien:
1. Eine Markthandlung ändert alles! Das bedeutet, dass sich im tatsächlichen Kurs alles spiegelt, was dem Markt bekannt ist und ihn betreffen könnte, beispielsweise Angebot und Nachfrage, politische Faktoren und Marktstimmung. Der reine technische Analytiker befasst sich hingegen ausschließlich mit Kursbewegungen, nicht mit den Gründen für Änderungen.
2. Kurse bewegen sich in Trends. Die technische Analyse wird verwendet, um Marktverhaltensmuster zu identifizieren, die schon lange als signifikant anerkannt sind. Für viele gegebene Muster gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie die erwarteten Ergebnisse erbringen werden. Außerdem gibt es anerkannte Muster, die sich regelmäßig wiederholen.
3. Die Geschichte wiederholt sich. Devisenchartmuster werden seit über 100 Jahren erkannt und kategorisiert, und die Art und Weise, wie sich viele Muster wiederholen, führt zu dem Schluss, dass sich die menschliche Psychologie im Lauf der Zeit nur wenig ändert.
Devisencharts basieren auf Markthandlungen unter Berücksichtigung des Kurses. Bei der Theorie der technischen Devisenanalyse gibt es fünf Kategorien:
Einige wichtige Tools der technischen Analyse werden im Folgenden beschrieben:
Relative-Stärke-Index (RSI):Der RSI misst das Verhältnis von Aufwärts- zu Abwärtsbewegungen und normalisiert die Berechnung, so dass der Index im Bereich von 0-100 ausgedrückt wird. Ist der RSI 70 oder größer, dann nimmt man an, dass das Instrument überkauft ist (eine Situation, in der die Kurse stärker gestiegen sind als die Markterwartungen). Ein RSI von 30 oder weniger wird als Signal aufgefasst, dass das Instrument überverkauft sein kann (eine Situation, in der die Kurse stärker gefallen sind als die Markterwartungen).
Stochastischer Oszillator:Dieser wird verwendet, um überkaufte/überverkaufte Zustände auf einer Skala von 0-100% anzuzeigen. Der Indikator basiert auf der Beobachtung, dass bei einem starken Aufwärtstrend die Schlusskurse dazu neigen, sich im höheren Teil der Periodenspanne zu konzentrieren. Umgekehrt tendieren Schlusskurse, wenn die Kurse bei einem starken Abwärtstrend fallen, dazu, sich in der Nähe des äußersten Tiefpunkts der Periodenspanne anzusiedeln. Stochastische Berechnungen erzeugen zwei Linien, %K und %D, die verwendet werden, um überkaufte/überverkaufte Bereiche eines Charts anzuzeigen. Eine Abweichung zwischen den stochastischen Linien und der Kurshandlung des zugrunde liegenden Instruments bildet ein starkes Handelssignal.
MACD (Moving Average Convergence Divergence: Konvergenz und Divergenz der gleitenden Durchschnitte):Bei diesem Indikator werden zwei Momentum-Linien grafisch dargestellt. Die MACD-Linie ist die Differenz zwischen zwei sich exponentiell bewegenden Durchschnitten und der Signal- oder Trigger-Linie, die ein sich exponentiell bewegender Durchschnitt der Differenz ist. Wenn sich MACD- und Trigger-Linie kreuzen, so wird dies als Signal gewertet, dass eine Trendänderung wahrscheinlich ist.
Nummerntheorie:Fibonacci-Zahlen: Die Fibonacci-Zahlenfolge (1,1,2,3,5,8,13,21,34...) wird gebildet, indem die ersten beiden Zahlen addiert werden, um die dritte zu ergeben. Das Verhältnis jeder Zahl zur nächstgrößeren Zahl beträgt 62%, was eine beliebte Fibonacci-Rückverfolgungszahl ist. Das Invers von 62%, nämlich 38%, wird ebenfalls als Fibonacci-Rückverfolgungszahl verwendet.
Gann-Nummern:W. D. Gann war ein Aktien- und Warenhändler, der in den 1950er Jahren tätig war und angeblich an den Märkten über 50 Millionen US$ Gewinn erzielte. Er machte sein Vermögen mithilfe von Methoden, die er für Handelsinstrumente entwickelte, und zwar auf der Grundlage von Verhältnissen zwischen Preisbewegung und Zeit, die als Zeit-Preis-Gleichwerte bekannt sind. Es gibt keine einfache Erklärung für Ganns Methoden, aber als Basis verwendete er Winkel in Statistiken, um Unterstützungs- und Widerstandszonen festzulegen und den Zeitpunkt von zukünftigen Trendwechseln zu prognostizieren. Er verwendete außerdem Linien in Charts, um Unterstützungs- und Widerstandszonen vorauszusagen.
WellenElliott-Wellentheorie: Die Elliott-Wellentheorie ist ein Ansatz in der Marktanalyse, der auf sich wiederholenden Wellenmustern und der Fibonacci-Zahlenfolge basiert. Ein ideales Elliott-Wellenmuster zeigt einen fünfwelligen Anstieg gefolgt von einem dreiwelligen Rückgang.
Lücken (Gaps)Lücken sind in einem Balkendiagramm verbliebene Leerräume, an denen kein Handel stattgefunden hat. Eine Aufwärtslücke bildet sich, wenn der niedrigste Kurs an einem Handelstag höher ist als das höchste Hoch des vorherigen Tages. Eine Abwärtslücke bildet sich, wenn der höchste Kurs des Tages niedriger ist als der niedrigste Kurs des vorherigen Tages. Eine Aufwärtslücke ist üblicherweise ein Zeichen für Marktstärke, während eine Abwärtslücke auf eine Marktschwäche hinweist. Eine Ausbruchslücke ist eine Kurslücke, die sich bei Beendigung eines wichtigen Kursmusters bildet. Sie signalisiert üblicherweise den Anfang einer wichtigen Kursbewegung. Eine Ausreißerlücke ist eine Kurslücke, die üblicherweise um die Mitte eines wichtigen Markttrends auftritt. Aus diesem Grund wird sie auch als Mess- oder Fortsetzungslücke bezeichnet. Eine Erschöpfungslücke ist eine Kurslücke, die am Ende eines wichtigen Trends auftritt und signalisiert, dass der Trend endet.
TrendsEin Trend bezieht sich auf die Richtung von Kursen. Steigende Spitzen und Mulden bilden einen Aufwärtstrend; fallende Spitzen und Mulden bilden einen Abwärtstrend, der die Steilheit des aktuellen Trends bestimmt. Das Durchbrechen einer Trendlinie signalisiert üblicherweise eine Trendumkehr. Horizontale Spitzen und Mulden charakterisieren eine Handelsspanne.
Sich bewegende Durchschnitte werden zum Glätten von Kursdaten verwendet, um Trends sowie Unterstützungs- und Widerstandsniveaus zu bestätigen. Sie sind auch hilfreich bei der Entscheidung für eine Handelsstrategie, vor allem beim Futures-Handel oder an einem Markt mit starkem Auf- oder Abwärtstrend.
Die üblichsten technischen Werkzeuge:
Coppock-Kurve - ein Anlagewerkzeug, das bei der technischen Analyse zum Voraussagen von Baisse-Tiefs verwendet wird.
DMI (Directional Movement Indicator: Indikator der Richtungsbewegung) - ein beliebter technischer Indikator, der verwendet wird, um zu bestimmen, ob ein Währungspaar einem Trend folgt.
Anders als der Fundamentalanalyst kümmert sich der technische Analyst nicht groß um die Umgebungsfaktoren, die den Markt beeinflussen, sondern konzentriert sich auf die Marktaktivität des betreffenden Instruments.
FundamentalanalyseDie Fundamentalanalyse ist eine Methode der Prognostizierung zukünftiger Kursbewegungen eines Finanzinstruments auf der Grundlage von Wirtschafts-, Politik-, Umwelt- und weiteren relevanten Faktoren und Statistiken, die sich auf das grundlegende Angebot und die Nachfrage dessen auswirken, was dem Finanzinstrument zugrunde liegt. In der Praxis verwenden viele Marktakteure die technische Analyse in Verbindung mit der Fundamentalanalyse, um ihre Handelsstrategie zu bestimmen. Ein wichtiger Vorteil der technischen Analyse besteht darin, dass erfahrene Analysten viele Märkte und Marktinstrumente verfolgen können, während der Fundamentalanalyst einen bestimmten Markt genau kennen muss. Die Fundamentalanalyse konzentriert sich darauf, was an einem Markt passieren müsste. Faktoren bei der Kursanalyse: Angebot und Nachfrage, saisonale Zyklen, Wetter und Regierungspolitik.
Der Fundamentalist betrachtet die Ursache der Marktbewegung, der Techniker hingegen die Wirkung. Die Fundamentalanalyse ist eine Makro- oder strategische Bewertung dessen, ob eine Währung gehandelt werden sollte, auf der Grundlage aller Kriterien außer der Bewegung des Währungskurses selbst. Zu diesen Kriterien zählen häufig die wirtschaftliche Lage des Landes, das die Währung vertritt, die Währungspolitik sowie weitere "fundamentale" Elemente.
Viele rentable Transaktionen werden kurz vor oder nach wichtigen wirtschaftlichen Bekanntgaben ausgeführt.
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